Aus Kohlstädt in die Welt

via WESTFALEN BLATT / von Maike Stahl :

Schlangen (WB). Gitarrist und Sänger Mickey Meinert hat als Tourmusiker schon auf großen Bühnen rund um den Globus gespielt. Dass es ihm dennoch »ein ganz besonderes Anliegen und Vergnügen« ist, in Schlangen aufzutreten, erklärt der gebürtige Kohlstädter mit seiner immer noch starken emotionalen Bindung zu der Sennegemeinde.

Seine Cousine Inge Krause war es auch, die den Auftritt von Mickey Meinert in der evangelischen Kirche am Samstag, 16. November, vermittelt hat. »Ich hege nach wie vor nostalgische Erinnerungen rund um meine alte Heimat, weil ich mich dort immer sehr wohl gefühlt habe und wertvolle frühe Erfahrungen in dieser wunderbaren Harmonie machen durfte und konnte«, sagt Meinert, dessen Eltern mit ihm und seinen beiden Brüdern als er vier Jahre war nach Bentrup-Loßbruch gezogen sind, wo der Musiker auch heute noch lebt.

Bei seinem Auftritt in Schlangen wird der Singer-Songwriter überwiegend eigene Lieder spielen, in drei Sprachen singen und viele verschiedene Saiten-Instrumente zum Klingen bringen. Neben diversen Akustik-Gitarren, will er Ukulele, Mandoline, eine indische Sitar und eine »National« Resonator-Gitarre von 1933 für traditionelle Blues-Stilistik mitbringen. »Entsprechend stilistisch vielfältig wird das Programm. Eine kurze Beschreibung wäre: Songs mit Einflüssen aus Folk, Blues, Rock und Pop sowie Weltmusik«, spannt Meinert einen weiten Bogen.

Der international erfahrene Musiker genießt die Auftritte in kleinerem Rahmen vor heimischem Publikum. »Wenn ich meine eigene Musik spiele, geht das viel tiefer«, sagt er. Doch auch an den Erfahrungen, die er auf Tourneen mit Al Bano und Romina Power, I Muvrini, Otto Waalkes, Marianne Rosenberg und anderen Größen des Musikgeschäfts machen durfte, will er das Schlänger Publikum teilhaben lassen. »Ich werde den Abend mit erlebten Geschichten von meinen vielen Musiker-Reisen garnieren«, verspricht er.

Dass sein Weg als Musiker vorbestimmt ist, war Meinert klar, als er im Alter von sechs Jahren bei seinen Großeltern den »Beat-Club« gesehen hat. Und auch seine ältere Cousine Inge Krause, die Meinert als sein »ständig singendes Kindermädchen« beschreibt, habe einen großen Teil dazu beigetragen. Spätestens aber mit dem Auftritt von »Jimi Hendrix« im März ´67 im »Beat-Club« im Fernsehen sei ihm klar gewesen, »dass mir soeben jemand oder etwas mein Schicksal prophezeit hatte«.

Das nahm Mickey Meinert mit einer Sperrholz-Gitarre die sein Vater ihm von einer Geschäftsreise aus der damaligen Tschechoslowakei mitgebracht hatte, dann auch direkt selbst in die Hand und brachte sich nach dem Motto »Augen zu und los« das Gitarrespielen selbst bei. »Das Gefühl ließ mich die Töne sozusagen finden und auswählen«, beschreibt er seine Anfänge.

Dass diese den Grundstein für für Gitarrenspiel auf höchstem Niveau in vielen Facetten legten, erleben die Zuhörer am Samstag, 16. November. Das Konzert, das die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde veranstaltet, beginnt um 20 Uhr in der Kirche.

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