Archiv fuer die ‘On Tour’ Kategorie


Woche der kleinen Kuenste mit Cesar Anot

Donnerstag, 20.Juni 2013

Mein neuestes Projekt ist im Anflug:

MICKEY MEINERT & CESAR ANOT – FLYING ROUND THE GLOBE

…zu sehen und hören am Freitag, 19.Juli um 20.00 Uhr in Gütersloh im Rahmen der
WOCHE DER KLEINEN KUENSTE“ auf dem Dreiecksplatz.

Nachdem ich letzte Woche für 5 Tage bei Cesar zuhause im Studio in Paris mit ihm zusammen gelebt und gearbeitet habe, unheimlich viel Spaß hatte und tolle kreative Momente teilen durfte, gekrönt von nächtlichen Fahrrad – Ausflügen durch Paris, bin ich mir sicher:
Gütersloh darf sich freuen, erlebt es doch die spannende Premiere dieses internationalen Projekts, dass aus purer Freude an der Musik, gegenseitiger Sympathie und Wertschätzung aus der Taufe gehoben wurde.

Durch unsere Mitwirkung als Gitarrist und Bassist bei der korsischen Kult – Band „I MUVRINI“ haben wir uns 2008 kennengelernt - daraus hat sich eine tiefe Freundschaft entwickelt. Obwohl -oder gerade weil- jeder einen völlig anderen musikalischen Background / Erfahrungsschatz in sich trägt, kommt es zu einer wundervoll grenzenlosen Verschmelzung der Identitäten, der Flug um den Globus beginnt, getreu Cesar`s Lebens–Maxime, vor allem auf der Bühne: „I`m flying……“! Und das tun wir dann gemeinsam, multilingual (engl., franz., deutsch., baoulè / elfenbeinküstisch.). Unsere eigenen Titel werden jeweils fremdkulturell angereichert, es entsteht im weitesten wahrsten Sinne “Weltmusik on the fly”….

Auch phantasievolle, spontane Interpretationen von musikgeschichtlichen Werken sind angedacht - mal sehen…

Cesar Anot stammt aus Abidjan, der Haupstadt der Elfenbeinküste, und er lebt seit über 30 Jahren in Paris. Als festes Mitglied der Band von Drummerlegende TONY ALLEN bereist er den Globus, vor allem die USA, Brasilien, Spanien, England usw. Des weiteren arbeitete er u.a. mit so renommierten Künstlern wie Damon Albarn (Blur, Gorillaz…), Lokua Kanza, Mory Kante, Martin Solveig, Souad Massi, Yannick Noah, Keziah Jones, Java, Paco Sery, Lucio Dalla zusammen, dabei aber nie seine eigene Musik aus den Augen verlierend.

Nova Rock mit Otto

Dienstag, 14.Juni 2011

Otto rockt mit System Of A Down” titelt das Portal www.vienna.at und liefert gleich ein schoenes Foto mit.

Zitat:

“Die heimliche Hymne des Nova Rock präsentierte Otto mit seinen Friesenjungs auf dem zweiten Hauptschauplatz ebenfalls um die Geisterstunde. Herr Waalkes intonierte Wolfgang Ambros’ “Schifoan” und lieferte dazu die hochdeutsche Übersetzung, Tausende steuerten den Chor bei. Otto war zu Gerry Raffertys “Baker Street”, gespielt vom ersten Saxofon des gesamten Festivals, nach Iron Maiden auf die Bühne gekommen. Gleich die erste Coverversion, Stings “An Englishman in New York” (”Ich bin ein kleiner Friesenjung’ und wohne hinterm Deich”) zog das Publikum an seine Seite. Naiv- witzige Fassungen von “Walk On The Wild Side” und “Wild Thing” sowie ein Medley aus deutschem Schlager (”Marmor, Stein und Eisen bricht”) und Skihüttenhits (”Wahnsinn”) sorgten für heitere Stimmung.”

Quelle: vienna.at

Kleine Lichtblicke

Mittwoch, 17.November 2010

Aaah, ein weiteres kurzes Mal geht`s in den franzoesischen mediterranen Sueden. Die Anreise entpuppt sich als kleiner Hindernislauf, allerdings etwas anders als gedacht in Erwartung der moeglichen Behinderungen durch die ausgedehnten Streiks in unserem Nachbarland: Vollsperrung auf der A2 kurz vorm Erreichen des Flughafens Hannover. Trotz einiger Zeitreserven brauche ich mehr als 2 Stunden für die letzten 10 Kilometer, und dann ist auch noch das Parkhaus am Terminal A geschlossen. Nun denn, die naechste Maschine nach Paris geht 3 Stunden spaeter, nur mit dem Anschlussflug wird es wohl verdammt knapp. In diesem Fall erweist sich der Streik in Frankreich als mein Verbuendeter, denn so sind die Strassen beim Flughafenwechsel vom Airport Charles De Gaulles nach Orly unerwartet frei fuer einen Nachmittag und ich kann meine deutschen Kollegen doch noch freudestrahlend auf dem Flug nach Perpignan begleiten. Meine Premiere in dieser sehenswerten Stadt am Golfe du Lion in Nordkatalonien, ca. anderthalb Autostunden von Barcelona entfernt. Neben der sensationellen Altstadt mit vielen kleinen verwinkelten Gassen locken exzellente Restaurants, die kraeftigen Weine aus dem Roussillon, sehr mildes mediterranes Klima und natuerlich historisches. Da unser erstes Konzert am folgenden Tag stattfindet, bleibt ein wenig Zeit fuer einen kleinen Schnupperkurs. An den Keyboards ist diesmal der „WOSCH“ aus Muenchen, Wolfgang Schaedlich, denn unser Achim begleitet eine deutsche Kuenstlerin auf ausgedehnter Tour. Vorweggenommen: er macht seine Sache ausgezeichnet und wird daher wohl auch die Akustik-Tour im November in der Schweiz spielen. Hier scheint die Sonne und erwaermt uns und die Mittagsluft auf ueber 20 Grad, welch ein wonniger Lichtblick. Das gut besuchte Konzert daselbst laeuft wiederum toll und versetzt mich wieder in diese ganz spezielle, seelenbeglueckende korsisch-schwingende Stimmung des zurueckliegenden Sommers.
Der Folgetag bringt uns ins gut 300 Kilometer entfernte Aix-en-Provence, eine Perle in der Region Provence-Alpes-Còte d`Azur. Auch hier praegen ( zu ) viele Touristen, aber eben auch junge Studenten das Bild dieser sehr beliebten Universitaetsstadt, nicht nur wegen ihrer herausragenden Kunst- und Kulturszene. Der alte Stadtkern ist unvergleichlich! Wir spielen wie bereits im Fruehjahr wieder im ausverkauften „Pasino“, einem Ausgehzentrum mit Spielcasino, Restaurants, Bars usw. Die Begeisterung spiegelt sich auch im Zeitungsartikel der „La Provence“ wieder.

Nach meinem Buehnensturz im Sommer auf Korsika erlebte ich eine erneute Premiere in meinem durchaus schon erfahrenem Musikerleben. Kurz vor Konzertbeginn gibt es bei jeder Produktion so eine Art Countdown, z.B. „five minutes to go“ vom Buehnenmanager, so auch in diesem Fall. Allerdings wurde da immer wieder etwas anderes gesagt, da die Zuschauer wohl noch nicht alle Platz gefunden hatten oder noch anstanden. So wurden aus 5 Minuten erst einmal 2, dann wieder 5, dann nochmal 5 usw. Leider sind die Kuenstler-Garderoben in diesem Venue ziemlich abgeschottet, so dass man von der Buehnenaction im Backstagebereich nichts mitbekommt. Irgendwann fragt mich Thomas: “Was meinst Du, ob wir schon spielen?“ Das Herz rutscht mir in die Hose, wir sprinten aus dem Dressingroom ueber den Gang, die Treppe zum hinteren rechten Buehneneingang hinauf und ich hoere exakt die Stelle, an der ich mit der Konzertgitarre haette einsetzen muessen! Aber es sind noch ueber 20 Meter bis zu meinem Arbeitsplatz auf der Buehne. Dort spielt allein „Wosch“, unser „Ergaenzungs-Keyboarder“, er blickt ziemlich fragend umher, ueberlegt, da das Programm fuer ihn ja noch ganz neu ist, ob er wohl den richtigen Titel gestartet hat, denn er bedient den Zuspiel-Computer, der die Athmos hinzufuegt, auch Cesar ist nicht zugegen. Aber gluecklicherweise findet Alain seinen Einsatz auch ohne die gewohnte Band-Begleitung. Und bloss nicht zu hektisch werden, man wuerde ja das Publikum mit der Nase draufstossen, dass irgend etwas nicht stimmt! So bekam dieses Konzert ein langes ruhiges Intro, und wer es nicht anders kennt, hat nichts ungewoehnliches bemerkt. Zum ersten Chorus erklang dann die ganze Band. Die Korsen haben es mit ihrer ganz eigenen Gelassenheit hingenommen, die Karibianer Europas eben.

Der naechste Tag ist frei, und so nutzen wir den Vormittag zum Sightseeing. Hier ein paar Impressionen aus Aix.


( Photos: Mickey Meinert )

Den Nachmittag verbringen wir im Auto auf der Fahrt nach Toulouse, der letzten Station unseres kurzen Herbst-Intermezzos, wo wir den Abend bei einem gemeinschaftlichen Abendessen gemuetlich ausklingen lassen. Unser Hotel ist ganz nahe am Flughafen und entsprechend auch der Airbus-Konzernzentrale, so wird hier denn auch deutsch gesprochen, was die Exotik natuerlich ausbremst. Die Zuschauer im gut gefuellten „Casino Théatre Barrière“ sind hier noch ein Stueck euphorischer, obwohl wir schon nachmittags auftrteten, erstaunlich, und die ganze Band ist bereits 5 Minuten vor Show-Beginn in unmitelbarer Naehe des jeweiligen Arbeitsplatzes!
Meine Rueckreise ueber Amsterdam verlaeuft unspektakulaer. Beim Abflug aus Toulouse sehe ich 3 Airbus 380 auf dem Airport an ihren Gates stehen und muss mich wundern, wie es moeglich ist, solche Kolosse kontrolliert in die Luft zu bewegen, und auch wieder hinunter…….

CD & MP3
Hier gibt es das neue Album als CD und Download:
Mickey 2.0