Eintraege mit dem Schlagwort ‘Liverpool 2008’


Teil 15 – TV-Bericht

Freitag, 29.Februar 2008

Hier kommt nachtraeglich ein kleiner TV-Bericht aus den „ITV Granada News“ mit ein paar Szenen aus den „Parr Studios“ in denen geuebt wurde. Mit Gerry Marsden und „Atomic Kitten“ und – Mickey Meinert 🙂

Teil 14 – Nachbetrachtungen

Donnerstag, 24.Januar 2008

Mickey`s Resumée

Was war das nun, ein Abenteuer, ein Job, eine Reise, ein (erfuellter) Traum? Wohl von allem etwas und wie immer bei solchen Angelegenheiten viel zu kurz. Die Zeit fliegt so dahin. Und das alles nur, weil eine Stadt sich selbst feiert… Aber wie!!!!

Dieser Gig, so meinte scherzhaft (mit einem Hauch von Ernsthaftigkeit) mein wunderbarer Gitarren–Kollege Kirk Ward, sei wohl die groesste Karaoke–Party der Welt, da meistens aus wirklich ĂĽber zehntausend Kehlen beinahe jeder Song mit -gesungen, -gefeiert,  -celebriert,  –  gefiebert wurde.

Ich habe schon so einiges erlebt, aber das war wirklich besonders, irgendwie liebevoll und stolz! Einige „Gaensehaut“-Momente galt es zu ueberstehen, so wundervoll und zugleich gefaehrlich, denn immerhin stehe ich auf der Buehne und sollte die richtigen Toene zur rechten Zeit spielen.

Besonders gluecklich bin ich ueber den Umstand, dass mein Sohn Joshua dieses Erlebnis -das Konzert- mit mir teilen durfte und mir, wie fast schon zu selbstverstaendlich, zur Hand ging. Er hat auch die Fotos mit unseren Handys gemacht, die Qualitaet entspricht dem Equipment, die Atmosphaere ist trotzdem hautnah spuerbar.

Bei all der Technik, die zur Aufzeichnung des Abends aufgefahren wurde, habe ich die grosse Hoffnung, irgendwann eine DVD oder zumindest eine CD dieses Abends einlegen zu duerfen. Waere eine wunderbare und nachvollziehbare Erinnerung an mein erstes praktiziertes Linksverkehr–Erlebnis, auch noch für meine Enkel!? Offiziell und persoenlich ist mir davon allerdings noch nichts zugetragen worden.

Rueckblickend bleibt haften, das die Kollegen auf wunderbar sympathische und offene Art den fremden Deutschen aufgenommen haben, jederzeit hilfsbereit, liebevoll und deftig humorvoll – eben britisch!

Also kann ich mich gar nicht genug bedanken, nicht nur bei den Band–Kollegen, sondern auch bei Kevin, den Leuten von den „PARRSTREET–STUDIOS“ und  vielen mehr. Mein allergroesster Dank gilt allerdings zwei Menschen, die bei der Veranstaltung selbst gar nicht mitgewirkt haben.

Zum einen GARY WALLIS, er hat mich im November 2007 als zu der Zeit musikalisch Verantwortlicher gefragt, ob ich nicht Lust und Zeit haette, mitzumachen. Voraussetzung damals aber auch: Bring all Dein Vintage–Zeug mit, also reise mit Deinem Auto an. Ich habe sofort und ohne zu zoegern zugesagt.

Zum anderen NORMAN OSTHUS, der mich wie selbstverstaendlich von dem Moment meiner Offenbarung an unterstuetzt und gefeatured hat und darueber hinaus auch diesen Blog betreut und ermoeglicht hat. Ohne ihn waere diese ganze Angelegenheit zwar passiert, aber ohne Eure Wahrnehmung. Dafuer hat er einige Naechte geopfert, denn ich konnte ihm lediglich unbearbeitetes Material  zukommen lassen, den Rest musste er erledigen. Er hat es liebevoll und gruendlich getan! (Anmerkung von Norman: Danke und gern geschehen! Der Setzer 🙂)

Ich danke auch all meinen Freunden, Bekannten, an mir oder dieser Geschichte Interessierten, fuer die teils interaktive oder einfach wahrnehmende Teilnahme an diesem kleinen Abenteuer eines ostwestfaelischen Musikers in „Beatles–Town“. Was es nicht so alles gibt……….

Mickey Meinert, im Januar 2008

 

Teil 13 – Das Konzert

Donnerstag, 24.Januar 2008

Text von Mickey Meinert

Natasha Hamilton alias „TASH“ fetzt gleich los mit der  Heavy –Version des Klassikers „YOU´RE MY WORLD“, fĂĽr mich so eine Art Schluessel – Track fĂĽr den Abend, da highspeedig und recht vertrackt im Arrangement. Ging direkt hammermaessig los.

Es folgte der smarte, aber fuer diesen Song fast zu junge RAY QUINN mit „YOU TO ME ARE EVERYTHING“. Nach einer kleinen Pause fuer die Houseband, gefuellt von: DIGSY AND THE SUMS mit: „PAPERBACK WRITER“ durften wir zu den gecasteten  HOLLYOAKS nicht mehr ganz so jungen Girlie–Band den Titel „HOW MUCH IS THAT DOGGY IN THE WINDOW“ aus den Sechzigern zitieren, nicht ganz humorlos unterlegt mit dem „Ticket to ride“-Lick. Dazu wurde filmreif getanzt, performt, aber eben auch gesungen. Auf jeden Fall ganz huebsch anzuschauen. Aber ich musste mich ja konzentrieren……

Die MERSEYBEATS mit „SORROW“ waren ein Selbstgaenger, purer Spass, wenn „Sorgen“ so gefeiert und aus 10.000 Kehlen mit besungen werden.

John Lennon´s: „WOMAN“, interpretiert von IAN McNABB loeste wohl die ersten staerkeren sentimentalen Momente dieser Nacht aus, zumindest bei mir, im Bewusstsein seines Schaffens und seiner Bedeutung fuer die Welt und auch mich!

Amsterdam, evtl. sogar mit Elvis Costello? Habe ich anschliessend verpasst, da ich zeitgleich Backstage–Business verrichtete. Mit der unglaublichen Performance von RAY ENNIS nehme ich die Aufarbeitung der Show wieder auf. Mr. „HIPPY HIPPY SHAKE“ singt wahrscheinlich mit 120 Jahren noch hoeher und energetischer als Robert Plant.

Was die huebschen Jungs von „EATON ROAD“ den deutschen Superstars voraus haben: Sie sehen nicht nur gut aus und koennen tanzen, nein, — sie singen leibhaftig auch passabel.

SONIA war mit Leib und Seele dabei, sie hat sich glaubwuerdig verinnerlicht.

CHINA CRISIS verschafften mir die naechste Auszeit, PHIL JONES den ersten richtigen Schauer! Bei den Proben dachte ich noch: „Hmm, ob das was wird….“ Die ganze Halle gibt mir die gegensätzliche Antwort und Parole: „All You Need Is Love“! Welch ein Moment……., ab hier beginne ich den Abend wirklich zu geniessen, die Anspannung ist vergessen.

Die FURY´S TORNADOS habe ich verpasst, aber sicherlich nicht den Hoehepunkt des ersten Teils der Show: THE SCAFFOLD, erst mit „LILY THE PINK“, danach mit ihrer modifizierten Version von: „THREE LIONS ON A SHIRT“, nun betitelt: „THREE SHIRTS ON A LINE“ brachten sie die Halle zum Kochen und Toben.

Paul McCartney’s Bruder Mike war sichtlich in seinem Element, und ich begann erstmals eine gewisse Art von Stolz zu spueren, hier dabei sein zu duerfen. Es folgt die Pause, ich lege nun die schwarz behemdete Bescheidenheit ab und kleide mich lockerer, etwas Rock´n Rolliger in einem luftigen T-Shirt.

Der zweite Set wird eroeffnet von Atomic Kitten’s LIZ McCLARNON mit einer intimen Version von „IMAGINE“, gefolgt von zwei weiteren Titeln und Kuenstlern waehrend meiner Abwesenheit.

Aber dann folgt, beeindruckend wie schon bei den Proben, THEA GILMORE mit ihrer ergreifenden Version von „YOU SPIN ME ROUND“.

Weniger mitreissend empfand ich indes eines meiner sonstigen Lieblings– Lieder: „MY SWEET LORD“. Mag aber auch daran gelegen haben, dass  eine der mitwirkenden Akustik–Gitarren gnadenlos verstimmt war.
 
Nach THE REAL PEOPLE kam etwas „Glamour“ ins Licht mit „DR. & THE MEDICS“. Zusaetzlich zur eigentlich schon gut ausgestatteten „HOUSEBAND“ enterten zwei junge, ambitionierte und durchaus auch gute Gitarristen die Buehne, und so gerieten „TWO TRIBES“ von FRANKIE GOES TO HOLLYWOOD und „SPIRIT IN THE SKY“ als ehemaliger Nummer Eins Hit der nun performenden Formation zu High–Energie–Hymnen, unterstuetzt von weiteren kostuemierten Protagonisten.

Der naechste Kuenstler interpretiert ebenfalls „FGTH“, dieses Mal „RELAX“, – ANTHONY HANNAH singt wirklich begnadet, eigenwillig, faszinierend, aber scheint diesen Planeten bereits vor jedweder Platinverleihung verlassen zu haben.

Nach einer mich wiederum sehr bewegenden, in bester Singer / Songwriter–Manier interpretierten Version von „THE POWER OF LOVE“ von FGTH–Member „NASHER“ zusammen mit der  Blues–und Soul–Saengerin CONNIE LUSH ist die Zeit reif fĂĽr die reformierte Model–Group ATOMIC KITTEN. Wow, das ist was fuers Auge. Und singen koennen sie auch noch……..

Als anschliessend THE FARM fuer ihr „ALL TOGETHER NOW“ auch noch ihre Familien incl. Kinder auf die Buehne holen, explodiert die Arena fast. Doch selbst das wurde noch gesteigert mit einem furiosen Finale, gestaltet von der Legende GERRY MARSDEN von „GERRY AND THE  PACEMAKERS“, wo sich wirklich jeder Mund zu den Liverpool – Hymnen „FERRY ´CROSS THE MERSEY“ und „YOU´LL NEVER WALK ALONE“ bewegte, – und zuletzt alle mitwirkenden Kuenstler zum furiosen Finale die Buehne bevoelkern und  wahrscheinlich jetzt noch singen wuerden, waere nicht das Hallenlicht angegangen……….

Im Liverpool-Fotoalbum gibt es ein paar Handybilder zu sehen, ansonsten darf sich auch gerne fuer die folgende Bilderschau zurueckgelehnt werden…

(…es geht noch weiter… stay tuned…)